Haltung
Auf dem Fußballplatz, in der Sporthalle oder im urbanen Raum: Sportkulturen spiegeln unsere Gesellschaft. Genau wie die Kunst laden sie dazu ein, sich mit dem aktuellen und historischen Zeitgeschehen kritisch auseinanderzusetzen. Ob es um die Aufarbeitung historischer Clubgeschichten, die soziale Identität verschiedenster Sportarten oder gesellschaftliche Aufklärung im Kulturraum geht. Geschult durch die tägliche Auseinandersetzung besitzen wir das konzeptionelle Werkzeug, um komplexe Diskurse über die Grenzen des klassischen Spielfelds hinaus eingängig, feinfühlig und angemessen zu kommunizieren.
Hier wird unser Handwerk zur inhaltlichen Verantwortung. Eine wahrhaftige, lebendige Kultur – sei es im Museum oder im Stadion – lebt vom offenen Diskurs und dem Austausch mit den Menschen. Wir belassen es nicht bei oberflächlichen Slogans, sondern steigen tief in die Recherche ein. Wir verbinden Menschen, nehmen Schwellenängste und aktivieren die brennenden Fragen unserer Zeit.
Borussia Dortmund
Borussia verbindet!
Gemeinsam erinnern. Gemeinsam gegen Antisemitismus.
Unter dem Motto „Borussia verbindet“ nutzt der BVB die Strahlkraft und Beliebtheit des Klubs, um sich nachhaltig für eine vielfältige Gesellschaft zu engagieren und für Offenheit und Toleranz einzustehen. Dieses Buch dokumentiert die Arbeit des BVB: Bildungsreisen nach Oświęcim und Gespräche mit Zeitzeugen. Mit dem Projekt Lublin/Zamość wird die Geschichte von Dortmunder Jüdinnen und Juden beschrieben.
Ausgabe 169 des Borussia Mitgliedermagazins
Bei unserer täglichen Arbeit begegnen uns gesellschaftliche Themen, die wir mit Sorgfalt und Empathie visuell erzählen. Niemals vergessen.
Sepp Herberger Stiftung
Am 28. März 1977 – zu Sepp Herbergers 80. Geburtstag – gründete der DFB die Sepp-Herberger-Stiftung. Damit erfüllte der Verband seinem legendären Nationaltrainer einen Lebenswunsch: Seinen Nachlass in guten Händen zu wissen und damit soziale Projekte zu fördern. Schon zu Lebzeiten setzte sich Herberger stark für die Resozialisierung von Strafgefangenen ein. Bis heute finanziert sich die Einrichtung durch DFB-Zuwendungen, Zinsen und Spenden. Über 25 Millionen Euro wurden so bereits in soziale Projekte investiert. Die Arbeit der ältesten Fußballstiftung Deutschlands konzentriert sich dabei auf vier Kernsäulen: Behindertenfußball, Resozialisierung von Strafgefangenen, die Nachwuchsförderung in Schulen und Vereinen und das DFB-Sozialwerk.
Deutsches Fußballmuseum
Das K-werk konzipiert und gestaltet fortlaufend neue Vitrinen und Installationen, die die Dauerausstellung ergänzen und aktualisieren.
Jüdischer Fußball während der NS-Diktatur
Auch während des Nationalsozialismus ist der Fußball Spiegel der Gesellschaft, der Sport wird schnell für ideologische Ziele missbraucht.
Fußball in den zwei Weltkriegen
Ebenfalls 2026 gestaltete das K-werk eine Vitrinen zum Thema Fußball in den Weltkriegen. Fußball ist seit 1910 Teil der Soldatenausbildung, war Spielball für Propaganda, aber auch Möglichkeit, der harten Kriegsrealität zu entfliehen.
Im Abseits.
Jüdische Schicksale im deutschen Fußball
Die Ausstellung ist auf 13 modularen Panelen gestaltet und kann so individuellen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Durch die Förderung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und der Stadt Dortmund kann die Ausleihe kostenlos erfolgen. So können die Geschichten der Juden im deutschen Fußball möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden.
Online Lexikon Jüdischer Fußball
Mit der Ausgrenzung der Juden aus dem deutschen Sport kurz nach der NS-Machtübernahme 1933 gingen nicht nur Persönlichkeiten wie Fußballpionier und Kicker-Gründer Walther Bensemann, die beiden Nationalspieler Julius Hirsch und Gottfried Fuchs oder der FC Bayern Präsident Kurt Landauer für den Fußball verloren, sondern gleichsam auch die Erinnerung an sie. Erst seit einigen Jahren haben immer mehr engagierte Fans, mittlerweile auch ganze Klubs, damit begonnen, die Geschichte ihrer ehemaligen jüdischen Mitglieder zu erforschen. Diese Lebensgeschichten sind aber fast noch nie an einer zentralen Stelle zusammengefasst worden. In diesem Online-Lexikon werden die Biographien möglichst vieler Fußballer jüdischer Herkunft zusammengetragen und gewürdigt. Als Signal in die Zukunft eines Fußballs, der vielfältig, weltoffen und tolerant bleibt.
Die Blindenfußball Bundesliga
2000 Entwickelte das K-werk die visuelle Identität für die Deutsche Blindenfußballliga.

